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P - wie Projektrisiko . . . Wie hoch darf ein Projektrisiko sein ?
Projektmanagement und Technisches Coaching von A - Z: Prof. Dr.- Ing. Annette Kunow ist seit 1988 Professorin für Mechatronik und Maschinenbau an der Fachhochschule Bochum und Unternehmerin, arbeitet seit 1984 im Projektmanagement. In der praktischen Arbeit in Unternehmen müssen beide Themen zusammen betrachtet werden. Hier stellt sie Ihnen gebündeltes Know- How zur Verfügung!

P - wie Projektrisiko . . . Wie hoch darf ein Projektrisiko sein ?

Zu Beginn einer Projektplanung müssen die Risiken des Projektes abgeschätzt werden, die die Erfüllung des Projektzieles gefährden könnten.

Sinnvoll ist es, dies in Form einer Checkliste zu machen. Die Liste kann selbstverständlich noch nicht zur detaillierten Identifikation von Risiken verwendet werden. Dafür müssen anschließend die Details der Risiken für jeden Bereich entsprechend spezifiziert und jeweilige Lösungsstrategien ausreichend beschrieben werden.

Folgende Fragen helfen, zum Beispiel die Risikobeurteilung des Personaleinsatzes zu erfassen:

• Gibt es kritische Aufgaben, für die noch niemand vorgesehen ist?
• Gibt es Zwänge, bestimmte Mitarbeiter in das Projekt zu übernehmen?
• Gibt es Zwänge, in der frühen Projektphase mehr/ weniger Mitarbeiter zu beschäftigen?
• Passen die Mitglieder des Projektteams zusammen?
• Haben die Mitglieder des Projektteams realistische Vorstellungen von ihren Aufgabenstellungen?
• Sind die Mitglieder des Projektteams für die ihnen übertragenen Aufgaben wirklich geeignet?
• Stehen die wichtigsten Mitglieder des Projektteams für die voraussichtliche Projektdauer zur Verfügung?
• Sind die wichtigsten Mitglieder des Projektteams vollständig für das Projekt abgestellt ?

Das Durchdenken von Risiken muss systematisch erfolgen, weil viele kleine nachträgliche Korrekturen häufig zu Verschlimmbesserungen führen.

Dabei müssen die unterschiedlichen Risikoarten beachtet werden:

• das Risiko, das unvermeidlich für alle ist (Unwetter, Krieg),
• das Risiko, das wir uns nicht leisten können,
• das Risiko, das wir uns leisten können.

Das Risiko muss also immer spezifisch bewertet werden. Würde das Unternehmen bei Eintritt des Risikos insolvent werden, kann es zum Beispiel nicht eingegangen werden.

Dafür ist notwendig Grenzkonditionen festzulegen, wie zum Beispiel die Höhe des Goldpreises oder ähnlich Relevantes für das Projekt. Das muss aber unbedingt schriftlich festgehalten werden, um zum nachprüfbaren Maßstab zu werden.

Jede Branche wird sich spezifische Checklisten gestalten, um das Risiko in den verschiedenen Projektphasen zu minimieren. Diese Liste wird ab der Angebotsphase verwendet und während des Projektverlaufs weiter aktualisiert.

Im Verlauf eines Projektes können immer wieder neue, noch nicht bekannte Risiken entstehen oder bereits identifizierte Risiken müssen anders bewertet werden. Deshalb werden auch während der Projektdurchführung immer wieder neue Risikoanalysen durchgeführt.

Diese Erfahrungen sind wichtige Hinweise für zukünftige Projekte.

Viel Erfolg bei Ihrem nächsten Projekt wünscht Ihnen Annette Kunow, die Technikerin, die die Sprache der TechnikerInnen spricht . . .

Und hier geht's zu ihrem Seminarangebot !

Das im Dezember 2004 erschienene Buch "Projektmanagement & Technisches Coaching – Faktenwissen und Schlüsselqualifikationen für das Projektteam-" erschien im Hüthig – Verlag in 2. Auflage - auch hier im Shop . . . und hier rezensiert.

Die Rechte an diesem Beitrag liegen bei Prof. Dr.- Ing. Annette Kunow. Sie dürfen zitieren, wenn Sie die Quelle angeben.

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