Erster Händedruck – erster Eindruck: Emotionale Kundenbindung durch (verbindende) verbindliche Körpersprache ! von Monika Matschnig - 01.08.2005
Lernen sich zwei Personen kennen – egal ob privat oder beruflich – ist die Art der Begrüßung mitbestimmend für den ersten Eindruck. Dabei verrät gerade der Händedruck viel über die Energie des Gegenübers oder die Beziehung zwischen den Gesprächspartnern. Die Psychologie geht sogar davon aus, dass der richtige Händedruck ausschlaggebend für einen Geschäftserfolg sein kann. Der Grund: Die ersten Sekunden eines Händedrucks können fast genauso viel über eine Person aussagen wie ein psychologisches Profil. Anhand eines Händedrucks können Sie sich also bereits ein erstes Bild von Ihrem Gegenüber machen. Folgende Kriterien gilt es, dabei zu beachten:
- Greifen beide Hände tief ineinander, so dass sich beide Handflächen berühren, sind die Gesprächspartner offen für Kontakt
- Ein lascher Händedruck zeugt von Unsicherheit und geringem Selbstbewusstsein
- Wer einen Hohlraum zwischen den Händen bildet, möchte nicht alles von sich Preis geben
- Reicht eine Person die ausgestreckte Hand oder nur die Finger, möchte sie auf Distanz bleiben
- Kommt die Handfläche von oben, wird Dominanz signalisiert
- Wer die Finger ausgestreckt lässt bzw. die Hand des Gegenübers nicht umklammert, signalisiert: „Ich bin zwar anwesend, aber emotionslos“
- Besitzergreifend wirkt, wer mit der freien Hand den Unterarm des Begrüßten festhält
- Wer dagegen seine freie Hand auf die Oberseite der Hand des Gegenübers legt, signalisiert mit dieser emotionalen Geste seine Wertschätzung
- Die zweihändige Begrüßung gilt dagegen als "Gebrauchtwarenhändler-Attitüde". Es soll eine vertrauliche Atmosphäre erzeugt werden, die möglicherweise gar nicht vorhanden ist.
Gibt es den richtigen Händedruck?
Anhand der Begrüßung bzw. des Handschlags erfahren wir viel über eine uns nicht vertraute Person und können einschätzen, mit wem wir es zu tun haben. Gleichzeitig besteht bei dieser ersten Kontaktaufnahme aber auch die Möglichkeit, sich dem Gegenüber anzupassen, um weder zu dominant noch zu harmlos zu wirken. Eine solch optimale Ausgangsposition macht es erst möglich, auf gleicher Wellenlänge zu kommunizieren, was wiederum schnellere Erfolge mit sich bringt. Folgende Regeln sollten Sie dabei befolgen:
• Dringen Sie nicht in das Territorium Ihres Gegenübers ein. Das bedeutet für unseren Kulturkreis: Halten Sie immer eine Armlänge Abstand!
• Lassen Sie zuerst Ihr Gegenüber den Handschlag ausführen und dann drücken Sie in der gleichen Stärke zurück. Mit einem festen Händedruck, frontaler Zuwendung zu Ihrem Gegenüber und einem sicheren Blickkontakt präsentieren Sie sich als selbstsichere Person. Vorsicht: Verwenden Sie aber nicht den „Quetsch–Händedruck“, denn das kann Ihr Gegenüber verunsichern oder – sofern Sie eine Kämpfer-Natur vor sich stehen haben – zum Kampf führen. Sollte Ihnen jemand mit einem laschen Händedruck begegnen, dann geben Sie ihm in einer angemessenen Art und Weise Halt, indem der Händedruck fester ist, als der Ihres Gegenübers. Noch schneller können Sie das Vertrauen einer solchen Person gewinnen, wenn Sie zusätzlich leicht Ihren Kopf neigen.
Monika Matschnig können Sie intern anfragen unter Erfolg mit richtiger Körpersprache
pia
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